Zusammenfassung


Inhalt


Das vorliegende Buch - eine Gemeinschaftsarbeit tschechischer und slowakischer Autoren - enthält etwa 450 Porträts von Persönlichkeiten, die sich als Wissenschaftler, Lehrer, Übersetzer, Künstler usw. mit dem Orient, mit Afrika und Lateinamerika beschäftigten und beschäftigen. Der Leser findet hier auch Fachleute aufgeführt, die sich den genannten Gebieten nicht von Berufs wegen widmeten. Die Auswahl der Namen betrifft nicht nur heute noch tätige, sondern auch bereits verstorbene Orientalisten, Afrikanisten und Amerikanisten, deren Forschungsgebiete, pädagogische, künstlerische und populärwissenschaftliche Ergebnisse hier aufgezeigt werden sollen. Aufnahme fanden möglichst alle Personen, die den Fachkollegen und dem breiten Publikum durch ihre Werke bekannt sind, in denen sie Geschichte, Sprache und Kultur vermittelten und so zum Verständnis der außereuropäischen Welt beitrugen. Die biographischen Angaben zu den einzelnen Stichwörtern werden durch eine ausgewählte Bibliographie ergänzt, die in Tschechien bzw. in der Slowakei und im Ausland veröffentlichte Monographien, Texteditionen, Lehrbücher, enzyklopädische und lexikographische Arbeiten, wichtige Übersetzungen und weitere Studien (Forschungs- und Reiseberichte, Zeitschriftenbeiträge, Essays, sonstige Analysen sowie wichtige Buchbesprechungen) umfaßt.

Die Herausgeber erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit der gebotenen Personenliste: nicht alle angesprochenen Persönlichkeiten nämlich waren der Einladung der Herausgeber gefolgt, entsprechende Daten bereitzustellen. Die mit (A) gekennzeichneten Biographien lebender Personen stellen deren Selbstreflexion dar. Dieses sicherlich ungewöhnliche Vorgehen war jedoch unumgänglich und enthob die Herausgeber der schwierigen Aufgabe, sich in kürzester Frist mit inhaltlich recht unterschiedlichen Werken auseinandersetzen zu müssen.

Den bio-bibliographischen Daten vorangestellt sind Grundzüge einer Geschichte der Asien-, Afrika und Lateinamerikaforschung in den böhmischen Ländern seit der Aufklärung im 19. Jh. Berücksichtigt wurde auch die Forschung in der Ersten Republik (1918-1939), in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg und während der totalitären Herrschaft (1949-1989). Darüber hinaus findet der Leser Informationen über Entwicklung und Stand von Bildungs- und Forschungseinrichtungen, von Publikationsreihen, Zeitschriften und Bibliotheksammlungen in der Tschechischen und Slowakischen Republik.

Das vorliegende Buch erscheint anläßlich des 650. Gründungsjubiläums der Karlsuniversität Prag. Dieser alma mater verdanken die meisten der hier aufgeführten Persönlichkeiten auch ihre Ausbildung. Manche von ihnen dürfen sogar als Begründer ganzer Fachgebiete gelten und sind bis heute Vorbilder für ihre Schüler, Kollegen und künftige Nachfolger.

(Deutsche Übersetzung von B. Hru¹ka und W. B. Oerter)


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